Quellennachweise

[1] Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/BMFSFJ/aktuelles,did=115254.html

[2] Die Quelle enthält möglicherweise teilweise Links auf bzw. URLs von möglicherweise kinderpornographischen Inhalten. Auf eine Angabe der Quelle wurde daher verzichtet. Bitte bemühen Sie Google.

[3] Die Quelle enthält möglicherweise teilweise Links auf bzw. URLs von möglicherweise kinderpornographischen Inhalten. Auf eine Angabe der Quelle wurde daher verzichtet. Bitte bemühen Sie Google.

[4] Die Quelle enthält möglicherweise teilweise Links auf bzw. URLs von möglicherweise kinderpornographischen Inhalten. Auf eine Angabe der Quelle wurde daher verzichtet. Bitte bemühen Sie Google.

Sperren sind kontraproduktiv

Gegen die geplanten Sperren wird weiterhin vorgebracht, sie seien darüber hinaus auch noch kontraproduktiv. Durch die Sperren wird der beanstandete Inhalt schließlich nicht aus dem WWW entfernt, sondern nur der Abruf erschwert. Mit anderen Worten: Sie als Deutscher haben jetzt vielleicht keinen Zugriff mehr darauf wenn Sie die Sperre nicht umgehen, der Rest der Welt aber schon. Es ist doch arg zweifelhaft, dass auf diese Weise etwas an den von Frau von der Leyen vorgebrachten Millionenumsätzen mit Kinderpornographie[1] geändert würde.

Vielmehr wird das Problem dem Blick der Bevölkerung entzogen und damit geradezu ein geschütztes Habitat zur Verbreitung von Kinderpornographie geschaffen. Der Anreiz, die Personen die das entsprechende Material ins Internet stellen zu verfolgen, sinkt, da es ja nicht mehr zugänglich zu sein scheint. Bereits heute ist dies zu beobachten. Auf der nächsten Seite werden Sie erfahren, dass ein großer Teil der von anderen Staaten gesperrten Kinderpornographie in Deutschland gehostet, also ins Internet gestellt wird. Diese Seiten sind bis heute online und verteilen von Deutschland aus Kinderpornographie in alle Welt. Dabei wäre es ein Leichtes, sie vom Netz nehmen zu lassen.

Dazu kommt noch, dass für das Sperrszenario eine Liste mit zu sperrenden Webseiten erstellt und an die Provider weitergegeben werden muss. Kommt diese Liste an die Öffentlichkeit, dient sie als hervorragendes Inhaltsverzeichnis kinderpornographischer Webseiten. Das dies selbst unter Strafandrohung nicht zu verhindern ist, lehrt die Erfahrung. So sind inzwischen die dänische[2], finnische[3] und österreichische Sperrliste[4] bei Wikileaks frei verfügbar.

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